Dr. Heinze war für die Ärzte für die Dritte Welt – German Doctors im Armenhospital in Buda aktiv. Außer diesem Krankenhaus haben die Ärzte für die Dritte Welt noch ein weiteres in Valencia. Das Krankenhaus ist unter dem Namen Bukidnon Community Health Care Center bekannt. Das Hospital wurde vor Jahren von der dortigen Regierung geplant, jedoch nie fertig gestellt. 1994 fingen Ärzte für die Dritte Welt an, das Gelände zu einem 30 Betten-Hospital auszubauen. Es dient der Versorgung der Bedürftigen der Stadt und der Aufnahme der von den Rolling Clinics überwiesenen Patienten. Ein deutscher Langzeitarzt ist mit zwei  philippinischen Kollegen und dem zwei Wochen arbeitenden Kurzzeitarzt tätig. Dr. Heinze erzählt im Rückblick von seinen Erlebnissen in Valencia.

„Heute und vielleicht auch morgen bin ich Aushilfsdoktor in Valencia! Meine Kollegin Maria, Langzeitärztin in Valencia, musste nach Cagayan de Oro, um ihr Visum zu verlängern. Dort wurde sie so krank, dass an arbeiten nicht zu denken war, nicht mal an Rückreise. Per Zufall hatte Dietmar die Nacht in Buda verbracht und mich am Morgen kurzerhand nach Valencia  gebracht.

Nun macht also in Buda ein Reliever Dienst, und ich habe ein neues Krankenhaus. Zum Glück gibt es hier am Wochenende weder ambulante Patienten noch Aufnahmen, ich hatte also (toitoitoi) einen ruhigen Tag mit ‚Der Schatten des Windes‘ von Zafon.

Visite

Eben ging die Abendvisite zu Ende. Es gibt Unterschiede zwischen Stadt- und Landpatienten. Ich habe das am deutlichsten an den wenigen unterernährten Kindern hier in der Stadt gemerkt. Die Behandlung der schweren Unterernährung von Kindern ist in Buda vielleicht noch nicht perfekte Routine, aber jedenfalls deutlich weiter fortgeschritten. Das ACF-Programm (strukturiertes Päppeln) ist hier in Valencia noch nicht umgesetzt. Dafür gibt es hier mehr Patienten mit Tuberkulose.

Ich bin froh um einen Monat Erfahrung in Buda! Da geht die Visite auch im neuen Krankenhaus auf Anhieb besser von der Hand. Trotzdem bin ich froh, in Buda zu arbeiten. Das liegt 600 m höher und ist ein relativ sauberes Dorf mit angenehmem Klima.“